Kritische Masse

Critical Mass

Critical Mass

Irgendwann in der letzten Woche war das Wetter so gut, dass ich mein Fahrrad aus dem Winterschlaf erweckt habe und meine persönlich Radsaison 2013 eröffnet habe.

Gestern ging es dann zum Frühstück mit dem Fahrrad nach Frankfurt und anschließen zur critical mass in Frankfurt. Mit rund 230 Mitfahrern ging es in einem geschlossenen Verband kreuz und quer durch die Frankfurter Innenstadt. Vom Treffpunkt an der Alten Oper ging es durch das Ostend bis an das nördliche Ende des Nordends. Von dort fuhr der Verband weiter in Richtung Süden über die Untermainbrücke nach Sachsenhausen. In Sachsenhausen habe ich die Gruppe dann verlassen, da es Zeit wurde zur nächsten Aktivität zu fahren. Immer dieser Freizeitstreß ;)

Hier die Route der Tour, sowei ich sie aus dem Kopf noch zusammen kam. Falls jemand einen Fehler sieht, bitte melden, ich ändere es dann gerne nochmal.

Download

 

Die Suppe sichern

Die Suppe ist mit Sicherheit in toller Dienst, aber leider ist die Erreichbarkeit und Stabilität des Dienstes eher “wackelig”. Die Zukunft der Suppe ist auch nicht so wirklich bekannt und ein wirkliches Businessmodell dahinter kennt auch keiner. Daher rechne ich leider ständig mit dem endgültigen Aus der Suppe. Da ich aber meine Inhalte nicht verlieren möchte, da es manchmal auch Spaß mach in der Suppe weiter nach unten zu scrollen und zu schauen, was man so vor einer Woche, einem Monat, oder gar einem Jahr lustig, witzig oder einfach nur schön fand, will ich diesen nicht verlieren.

Daher sichere ich nun regelmäßig meine Suppe (alle von mit geposteten oder rebloggten Einträge). Dazu verwende ich das Script “soup-backup.sh” von neingeist. In dem ReadMe zu dem Script steht zwar in der ersten Zeile, dass das Script nicht mehr funktioniert, der der RSS-Export der Suppe kaputt sei, aber dem ist nicht so. Der tut und damit auch das Script.

Die Installation ist denkbar einfach. Das Script auf dem Rechner, von dem aus die Backups gemacht werden sollen, ablegen und mit

./soupbackup.sh http://www.soup.io/export/$komischerhash.rss

aufrufen. Den Export-Link, den man dem Script als Parameter übergeben muss, findet man übrigens gut versteckt in den Einstellungen der Suppe unter dem Punkt Privacy / Privatsphäre und dann der kleine, graue Button Export (RSS) / Exportieren (RSS) (siehe Bild)

Link auf den RSS-Feed der eigenen Suppe

Link auf den RSS-Feed der eigenen Suppe

Das Script dann am Besten via Cron regelmäßig aufrufen und schon hat man eine tolle Sicherung seiner Suppe. Und das Script sicher nur die neuen Inhalte, die seit dem letzten Sicherungslauf dazu kamen, geht also schonend mit Bandbreite und Speicherplatz um.

Jetzt habe ich viel von meiner Suppe geredet, aber sie nirgends verlinkt. Daher hier der Link: http://telegnom.soup.io

Und nun viel Spaß beim Sichern eurer Suppen!

Grillen im Einkocher – Sous Vide

Beim 6. Frankfurter Science Slam gab es unter anderem auch einen Vortrag über das richtige garen von Fleisch. Florian Buhr hielt hier einen Vortrag mit dem Titel “Vier Proteine für das perfekte Steak – Strukturbiologie am Grill“. Inhaltlich ging es dabei um die Veränderung von Proteinen während dem Garen von Steaks auf dem Grill, bzw. warum man die Steaks eben besser nicht auf dem Grill, sondern im Einkocher garen sollte. Bei dem Vortrag lernten die Zuschauer, dass es am Besten sei, wenn man das Fleisch auf exakt 58°C erhitzt, da dabei die Proteine, die für zartes Fleisch sorgen, hinreichend erweichen, dass das Fleisch zart wird. Andererseits aber die Proteine die den Saft im Fleisch halten gerade noch nicht denaturieren, so dass das Fleisch schön saftig bleibt. Nach dem Slam war mir klar, dass ich das unbedingt auch mal ausprobieren muss!

Um ein perfektes Steak zu erhalten, braucht man zunächst Erstmal ein gutes Stück Fleisch, das man dann langsam garen sollte um dabei eine möglichst gleichmäßige 58°C im Fleisch zu erhalten. Natürlich ist das auf einem Grill oder in der Pfanne nicht so leicht möglich. Also muss eine andere Garmethode her. Hier kommt das “Sous Vide” ins Spiel. Beim Sous Vide wird das Fleisch nicht brutal in der Pfanne gebraten, sondern sanft im Einkocher gegart. Damit das Fleisch im Einkocher nicht verwässert, wird es vorher in Plastikfolie eingeschweißt und vakuumiert.

Um also “Sous Vide” kochen zu können, bedarf es also einigen Materials, dass sich üblicherweise nicht im Haushalt findet. Da ich aber seit einiger Zeit mein eigenes Bier braue, habe ich alles was für ein perfektes Sous Vide nötig ist zu Hause. Das da wäre ein temperaturgeregelter Einkocher und ein Vakuumiergerät. Ersteren benötige ich zum Maischen und zweiteres um den Hopfen vernünftig lagern zu können.

Nun aber zur Zubereitung meines ersten Sous Vide!

Zutaten:

  • 3 Filetsteaks
  • frischer Rosmarin
  • grob gemahlener Pfeffer

Gerätschaften:

  • Vakuumierer
  • Einkocher (temperaturgeregelt)
  • Grillpfanne

Zubereitung:

Steak

Das rohe Steak vor der Zubereitung

Als erstes habe ich das Fleisch leicht gepfeffert und mit einem Rosmarinzweiglein belegt.

Steak mit Rosmarin und Pfeffer

Steak mit Rosmarin und Pfeffer

Die so vorbereiteten Steaks habe ich anschließen eingeschweißt  und vakuumiert.

gewürztes Steak, eingeschweißt

gewürztes Steak, eingeschweißt

Vor dem Braten kam das Fleisch so vorbereitet nun für 100 Minuten bei 58°C in den Einkocher. Den Einkocher hatte ich vorher mit rund 10l Wasser gefüllt und auf 58°C vorgeheizt.

Steak im Einkocher

Steak im Einkocher

Nach der Garung im Einkocher briet ich das Fleisch noch kurz in der Pfanne an, dass sich noch die gewünschten Röstaromen entwickeln konnten. Als Beilage gab es Zuchinigemüse.

Das fertige Steak

Das fertige Steak

Fazit

Es war auf jeden Fall das beste Steak, dass ich bisher zubereitet habe, allerdings noch nicht perfekt. Das nächste Mal werde ich das Fleisch vor dem Garen etwas salzen und ich werde es mir gemahlenen, getrockneten Kräutern würzen und nicht mehr mit einem Zweig frischer Käuter, da sich das Rosmarinaroma leider nicht sehr gleichmäßig ins Fleisch übertragen hat.

Die Deutsche Bahn und ihre Barcode-Tickets

Onlineticket der Bahn

Onlineticket der Bahn

Wenn man ab und an einmal mit der Bahn fährt, dann kennt man alle möglichen Formen von Fahrkarten, die von dem ehemaligen Staatsbetrieb ausgegeben werden. Da gibt es Onlinetickets, die man als PDF erhält und die man dann ausdrucken muss und es gibt eine  Handyapp über die man – auch irgendwie online – ein Handyticket kaufen kann. Leider gelten für die verschiedenen Tickets verschiedene Bedingungen. So muss ein Onlineticket ausgedruckt auf Papier vorliegen um gültig zu sein. So steht es auf den Tickets und wohl auch in den Geschäftsbedingungen. Aber wer ließt den bitte schon AGB, ich bitte euch! Also haben bong0 und ich uns mal daran gemacht auszuprobieren was passiert, wenn man ein Onlineticket nicht ausdrucken möchte – für Bahnkarten müssen keine Bäume sterben – sondern dem Zugbegleiter bei der Fahrkartenkontrolle auf dem Handydisplay zeigt. Und welche Zugfahrt wäre dafür wohl besser geeignet als die zum Chaos Communication Congress oder die Heimfahrt von selbiger Veranstaltung?

bong0 hatte sich im Vorfeld noch die Mühe gemacht den 2D-Barcode aus seinem Ticket zu extrahieren und als png auf seinem Handy abzulegen. Das war mich zu viel Stress vor dem congress und so habe ich mir einfach nur die PDF-Datei auf mein Handy gespeichert. Als Backup hatten wir beide allerdings noch eine ausgedruckte Version unserer Tickets dabei.

Im Gegensatz zu mir testete bong0 sein “Smartphoneticket” schon auf der Hinfahrt. Ich habe es leider verpeilt und auf der Hinfahrt noch mein ausgedrucktes Ticket gezeigt. Wie zu erwarten war gab es mit dem Ticket auf Papier keine Probleme, allerdings wurde auch der auf dem Smartphone präsentierte Barcode ohne murren gescannt und für gültig befunden. Soweit langweilig und keinen Blogpost wert, lustig wurde es auf der Rückfahrt!

Wir hatten Hamburg noch nicht richtig verlassen, da kam auch schon die Zugbegeleiterin zwecks Fahrkartenkontrolle bei uns vorbei. Diesmal packten wir beide unsere Smartphones aus. Wie schon auf der Hinfahrt wurde das Ticket von bong0 ohne Probleme akzeptiert. Als ich der Dame allerdings das Display meines Smartphones entgegen hielt verzog sie recht schnell das Gesicht und meinte das sei ja ein Onlineticket und das brauchte sie schon auf Papier. Gescannt hat sie es dann mit ihrem Kartenkontrollmonsterterminal dann aber doch und es stellte sich wohl heraus dass es sich um ein gültiges Ticket handele. Sie gab mir allerdings einen Hinweis mit auf den Weg der mich dann doch noch etwas stutzig machte (frei aus der Erinnerung zitiert): „Jetzt haben Sie aber keinen Zangenabdruck auf dem Ticket und wenn ihnen während dieser Fahrt etwas zustößt haben sie keinen Nachweis, dass sie in dem Zug waren.“

Als nächstes muss ich mir dringend mal ein Handyticket kaufen um um mal zu gucken wo sie mir dann den Zangenabdruck drauf machen wollen. Außerdem könnte man ja den

Handybarcode mal ausdrucken und dann vorlegen.

Fazit: Wenn ihr für eure Bahnreisen keine Bäume töten wollt, dann kratzt den Barcode aus dem Onlineticket und speichert ihn als “Grafik” auf eurem Handy und zeigt ihn bei der Kontrolle in der Vollbildansicht der Galerie.

Heute back’ ich, morgen brau’ ich…

Genau so ist es, nur das der Backtag bereits Ende Juli war. Also der den ich hier auch verbloggt habe. Gebacken habe ich in der Zwischenzeit auch schon wieder mehrfach, aber nichts spektakulär Neues. Also war heute das Brauen an der Reihe.

Ja, richtig gelesen, das Brauen. Inspiriert durch den Podcast CRE194 – Bier flammte die Idee aus vergangenen Jugendtagen wieder auf, doch einmal selber ein Bierchen zu brauen.

Also bestellte ich mir kurzerhand das nötige Material bei Hopfen und mehr und wartete nach der Lieferung noch auf einen geeigneten Brautag. Der war dann heute gekommen. Für’s Brauen habe ich mir einen eigenen Blog zusammen geklickt, da ich das nicht alles hier rein bauen wollte. -> Zum Maxbräu-Blog

Unsere Reiseroute

Der Verlauf unserer Reise. Die GPX-Datei die ich für die Darstellung benutze ist allerdings stark reduziert, damit sich die lange Strecke überhaupt darstellen lässt. Daher wird es an der einen oder anderen Stelle etwas ungenau, wenn man stark hinein zoomt.

Download
Die lange gerade Linie in der Schweiz ist die Fahrt mit Rhätischen Bahn ;)

GPS-Tracks vereinfachen

Das Problem vor dem ich gerade stehe ist, dass ich die GPS-Tracks die während der Radreise entstanden sind, irgendwie im Blog präsentieren möchte. Leider sind die Dateien für einen Tag mindestens 1 MB groß. An Tagen an denen wir lange unterwegs waren sind sie auch noch größe, bis zu 3MB. Leider fängt Openlayers sehr stark an zu hacken und ruckeln wenn so große Tracks dargestellt werden sollen. Klar ist ja auch “nur” JavaScript. Also müssen die Dateien irgendwie schrumpfen. Dazu kann man alle Punkte, an denen keine Richtungsänderung stattgefunden hat einfach wegwerfen. Das könnte man jetzt manuell machen, wäre aber eine Sisyphusarbeit. GPSBabel bringt dafür einen fertig Filter mit. Der Filter heißt “simplify“. Nach einigem Experimentieren bin ich darauf gekommen, dass 1000 Punkte pro Strecke vollkommen ausreichend sind. Also sieht der Aufruf von GPSBabel wie folgt aus:

gpsbabel -i gpx -f 2012-08-17.gpx \
-x simplify,count=1000 \
-o gpx -F 2012-08-17_simplified.gpx

Die Dateien schrumpfen dabei auf ca. 120kB, was für das Web, eine deutlich handlichere Größe ist, besonders für JavaScript ;)

Tag 9 – Über den Bodensee nach Hause

Nach einer verregneten Nacht ging es recht früh wieder auf die Räder. Das Frühstück und den obligatorischen Kaffee verschoben wir auf einen späteren Zeitpunkt, da wir alle nur aus dem nassen Wald hinaus wollten. Ungeschickter Weise hatte ich am Vorabend übersehen, dass ich mein Zelt in einer Senke aufgebaut hatte. Immerhin kam ich so dann in den Genuss eines Wasserbettes ;)

Outdoor-Wasserbett

Outdoor-Wasserbett

So fuhren wir noch einige Kilometer den Rhein hinunter, bis es wieder anfing zu regnen. So beschlossen wir unter der nächsten Brücke eine Pause einzulegen und dort unser Frühstück zu essen. Nach der Stärkung ging es dann immer weiter den Rhein hinab, bis kurz vor den Bodensee. Hier verließen wir den jungen Rhein und bogen frühzeitig nach Westen ab, um ein paar Kilometer zu sparen. Leider verfranzten wir uns dabei ein wenig, so dass wir am Ende wieder ein paar Kilometer mehr gefahren sind. Irgendwie kamen wir dann auf jeden Fall am Bodensee an. Nun folgten wir immer den Bodenseeradweg und kamen gut voran. Unser Ziel war es so schnell wie möglich nach Konstanz zu kommen und den Zug nach Hause zu erreichen. Wir mussten bis 18:30 dort sein, um die letzte passable Verbindung zu erwischen. Da wir gut vorwärts kamen, waren wir schon um kurz nach zwei am Bahnhof und konnte so eine deutlich frühere Verbindung nehmen. Erschöpft aber glücklich, die Tour hinter uns gebracht zu haben, stiegen wir in den Zug. Schließlich kamen wir kurz nach neun in Bad Homburg an. Damit schloss sich dann der Kreis und unsere Reise war endgültig zu Ende.

Zahlen des Tages: 76,3km in 4:15 Stunden (inkl. kleiner Pausen)
Zahlen der Tour: 789,3km in 46:44 Stunden (Nettofahrzeit)